Laut einer Studie vom Mai 2008 hat sich der Anteil derjenigen Deutschen im Alter von 20 bis 70 Jahren, die jeden Monat privat Geld für ihren Ruhestand zurücklegen bei einem Wert von 41,9 Prozent stabilisiert.
Trotzdem gibt es immer noch viele, die keine private Altersvorsorge betreiben und dieser Wert liegt mit 40,4 Prozent sehr hoch. Dennoch ist damit die Differenz zwischen Sparern und Nicht-Sparern erstmals positiv ausgefallen: Im Dezember 2007 betrug sie noch -4,2, im Mai 2008 nun +0,1 Prozentpunkte.
Die Nicht-Sparer nennen zweierlei Gründe, warum sie nicht privat fürs Alter vorsorgen: Es gibt diejenigen, die sich für später von der staatlichen und betrieblichen Rente ausreichend unterstützt fühlen (5,9%), und diejenigen, die schlicht und einfach kein Geld für die private Altersvorsorge übrig haben (28,5%). Dieser letzte Wert ist seit 2007 um mehr als drei Prozentpunkte gestiegen und begründet die Angst vieler Deutscher, sich selbst nicht ausreichend fürs Alter absichern zu können.
Aus der Studie geht weiterhin hervor, dass es bei den sparwilligen Bundesbürgern ein deutliches Nord-Süd-Gefälle gibt. Im Norden Deutschlands ist die Vorsorgeleistung eher unterdurchschnittlich, so zum Beispiel in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt mit rund 34,4 Prozent. Und je mehr man Richtung Süden geht, desto größer wird die Sparfreudigkeit: Nordrhein-Westfalen (42,0%), Bayern (42,9%), Baden-Württemberg (51,9%) und Thüringen und Sachsen (55,5%).
Die Notwendigkeit der privaten Vorsorge ist also in den meisten deutschen Köpfen angekommen, doch von der Erkenntnis bis zur Umsetzung ist es bei einigen noch ein weiter Weg.
(Quelle: openPR)
